Wie geschieht Heilung?

Gastartikel von Rudy Alexander Daniel

MÖGLICHKEITEN SPIRITUELLER THERAPIE

Eine Frau mit Schluckproblemen hatte beim Trinken und Essen das Gefühl zu ersticken und konnte deshalb nur beschwerlich etwas zu sich nehmen. Außerdem litt sie seit 16 Jahren unter schweren Depressionen und panischen Angstattacken, die plötzlich und ohne Ankündigung auftraten. Sie hatte viele ärztliche Untersuchungen erlebt und verschiedene Medikamente (Antidepressiva und ähnliches) zu sich genommen. Phasenweise war sie aufgrund der Depressionen und Angstattacken in psychiatrischer Behandlung, allerdings ohne Erfolg: Die Ärzte sagten ihr nach neun Jahren schließlich, man könne ihr nicht helfen. Seit dieser Zeit hatte sie sich damit abgefunden, mit den Depressionen und Angstattacken leben zu müssen.

Obwohl die Schluckprobleme die Motivation für ihr Kommen waren, geschah bei den ersten energetischen Behandlungen etwas Unerwartetes: Ihre Depressionen lösten sich völlig auf! In den ersten Wochen der  Energiebehandlungen hatte sie noch einmal eine schlimme Angstattacke. Doch nach einer weiteren Behandlung fühlte sie sich auch hiervon befreit. Dieser positive Zustand hat bis zum heutigen Tag (nunmehr seit 10 Jahren) angehalten!

Meines Erachtens gibt es zwei wesentliche Gründe warum Heilung stattfindet:

  1. Es wirkt die Gnade Gottes. Wir haben keine Erklärung und wir finden keine Ursache, warum Heilung geschehen ist. Eine ältere Dame aus Baden Württemberg kam zu mir. Sie konnte nicht mehr im Garten arbeiten da sie Schmerzen in beiden Knien hatte. Der Orthopäde diagnostizierte altersbedingte Verschleißerscheinungen und meinte, man könne nichts mehr tun. Nach einer 30-minütigen Energiebehandlung war sie schmerzfrei und konnte wieder im Garten arbeiten. Bei diesem Beispiel und bei der eingangs erwähnten Auflösung der Depressionen und Angstattacken wirkt die Gnade Gottes und Heiler dürfen in diesen Fällen die Gnade weitergeben.
  2. Meistens haben wir aber auch etwas zu lernen. Die Krankheitssymptome sind für uns Menschen Hinweisschilder an denen wir gerne mit geschlossenen Augen vorbei gehen. Lernen bedeutet auch, Vertrautes aufzugeben. Doch wir wollen das Vertraute in der Regel nicht aufgeben, auch wenn es noch so schmerzhaft ist. Die Klientin mit den Schluckbeschwerden sollte lernen, ihren Gefühlen eine Sprache zu geben und ihr Kehlkopfchakra (Energiewirbel im Halsbereich) zu aktivieren. Mit Hilfe von Energieübertragung und Reinkarnationstherapie war es schließlich möglich, nicht aufgelöste Erfahrungen aus früheren Leben und aus der Kindheit (vom eigenen Bruder gewürgt zu werden, als kleines Kind fast zu ertrinken und anderes) zu heilen und damit die Schluckprobleme Stück für Stück aufzulösen.

ENERGIEKNOTEN

Eine wichtige Ursache für das Entstehen vieler Krankheiten sind meines Erachtens Energieknoten, die sich über viele Jahre gebildet haben. In jungen Jahren lernen wir, unsere so genannten negativen Gefühle, wie Wut, Ärger oder Traurigkeit in den Griff zu bekommen. Als kleine Kinder erkannten wir sehr schnell, dass diese Gefühle unerwünscht sind. Da aber besonders Kinder sich mit ihrer Gefühlswelt sehr stark identifizieren, erfahren sie die Ablehnung der „negativen“ Gefühle auch als Ablehnung ihrer gesamten Person. Um diese Ablehnung abzuwenden, versuchen sie ihre  Gefühle zu kontrollieren und schieben sie – wie C.G. Jung sagen würde – in ihren „Schattenbereich“ ab. Auch bei spirituell und esoterisch orientierten Menschen ist dieses Muster anzutreffen. Doch wir sind nicht nur „heilig“, sondern zeitweise auch mal wütend, ärgerlich oder eifersüchtig – eben so, wie Gott uns geschaffen hat. Deshalb sollten wir lernen, die für uns unangenehmen Gefühle  anzunehmen und zu integrieren.   

DER FLACHE ATEM ALS KONTROLLORGAN

Eine Möglichkeit unsere Gefühle zu kontrollieren, ist unser Atem. Deshalb haben viele Menschen einen flachen Atem. Wer hat  nicht schon die Erfahrung gemacht, dass das Gefühl aufkommender Traurigkeit kontrolliert wird, indem man nur schwach oder für Momente gar nicht atmet. Wenn wir in solchen Situationen jedoch ein paar Mal tief durchatmen, können wir die Tränen nicht mehr zurück halten. Durch die über viele Jahre und Jahrzehnte eingeübte Kontrolle unserer („negativen“) Gefühle entwickeln sich die besagten Energieknoten, die wiederum zu Krankheitssymptomen auf der psychischen und körperlichen Ebene führen können. Die Gastritis ist ein Beispiel, das an dieser Stelle erwähnt werden soll. In unserem Magen, im Bereich des 3. Chakras (Energiewirbel) haben sich unendlich viel Wut und Ärger angestaut. Diese Gefühle konnten nie oder nur selten aus unserem Körper und unserer Aura entweichen. Jeder weiß, wie viel Energie sich bei einem Gefühl von Wut bündelt und man bekommt eine Ahnung, was es bedeutet, wenn diese geballte Kraft in den „Schatten“ abgeschoben wird.

NEGATIVE GLAUBENSSÄTZE BEEINFLUSSEN UNS

In unserer Kindheit entstehen aber nicht nur Energieknoten, sondern auch Glaubenssätze wie  „Ich bin nicht gut genug“, „Ich muss etwas leisten, um Anerkennung und Liebe zu erhalten“ oder der Glaubenssatz, der vor allem bei Frauen verbreitet ist „Ich darf meine Kraft nicht leben“. Diese Glaubensätze (mentale Ebene) und die unterdrückten Gefühle (emotionale Ebene) verbinden sich in unserem Unterbewusstsein zu einer unheilvollen Allianz. Da aber unser Unterbewusstsein die Dimension Zeit nicht erkennen kann und somit nicht mitbekommt, dass wir erwachsen geworden sind, transportieren wir die kindlichen Erkenntnisse (Glaubenssätze) oft bis ins hohe Alter, indem wir beispielsweise als Erwachsene mit Trotz reagieren oder immer noch meinen, wir dürften unsere Kraft nicht leben. Ein Atemtherapeut aus den USA – Jeru Kabbal – bei dem ich vieles lernen konnte, sagte hierzu folgendes: 95% der Menschen sind in manchen ihrer Reaktionen auf dem Niveau von vierjährigen und er fügte scherzhaft hinzu, nur die Politiker sind auf dem Niveau von dreijährigen stehen geblieben.  

WOHIN MIT DEN NEGATIVEN GEFÜHLEN?

In der Regel haben wir zwei Techniken entwickelt, mit den ungewollten Gefühlen umzugehen. Entweder wir lassen unsere Wut oder unseren Ärger an den Mitmenschen aus oder wir schlucken unsere Gefühle, mit denen wir uns nicht identifizieren wollen, herunter.  Beides ist nicht gerade gesundheitsfördernd. Im ersten Fall leiden unsere Mitmenschen darunter und somit das Zusammenleben untereinander und im zweiten Fall bilden sich Energieknoten, die zu den besagten Krankheiten führen können. Was können wir im Alltag –auch ohne die Unterstützung eines Heilers – tun?

DIE GOLDENE-SCHÜSSEL-TECHNIK

Eine Möglichkeit, die schon für viele Menschen Hilfe brachte, ist die „Goldene-Schüssel“-Technik.  

Wie funktioniert sie? Wir schließen die Augen und verbinden uns mit Göttlicher Energie. Dann erlauben wir uns, das  „negative“ Gefühl zuzulassen und zu fühlen (viele Menschen müssen diesen Schritt erst noch lernen, da sie sich von bestimmten Gefühlen abgeschnitten haben). Wenn wir Kontakt zu dem besagten Gefühl hergestellt haben, bringen wir es über das Ausatmen in die Goldene Schüssel, die ein Symbol für eine höhere Instanz in uns ist. Wir können diese Instanz als unser höheres Selbst bezeichnen. Wir sind nicht alleine und wir müssen auch nicht alles alleine machen. Warum sollten wir uns nicht erlauben, die Hilfe einer höheren Instanz anzunehmen? Der Heiler kann hierbei unterstützend wirken. Er hilft dem Menschen, sich für die Göttliche Energie zu öffnen und er ist Vermittler (Kanal) zwischen der Göttlichen Instanz und dem Menschen, mit dem er in Kontakt ist. Diese Vermittlerrolle hatten Heiler auch schon im Alten Ägypten und in anderen alten Kulturen. 

UNTERSCHIEDLICHE METHODEN VON HEILERN

Jeder Heiler ist ein Kanal Göttlicher Energie. Es gibt aber unterschiedliche Fähigkeiten und Methoden. Manche Heiler sind beispielsweise in der Lage, Energieknoten im Menschen visuell wahrzunehmen. Andere haben das Geschenk bekommen, Energieknoten zu fühlen, wenn sie sich in das Energiesystem des Menschen begeben. Dann erhalten sie Informationen über die Themen des Menschen und es ist ihnen möglich, mit der Seele des Hilfesuchenden zu kommunizieren. Über die Hand spüren sie Energieknoten als kalten „Wind“. Gleichzeitig fließt heilende Lichtenergie. Falls nicht gerade körperliche Schmerzen umgewandelt werden sollen, orientieren sie sich an den Chakren, die unterschiedliche Themen repräsentieren. Jedes Chakra hat eine energetische Verbindung zu den verschiedenen Bereichen unseres Körpers (Rücken, Darm, Organe u.a.) und unserer Psyche (Gefühle). Durch Energieübertragung werden beispielsweise bei körperlichen oder seelischen Schmerzen die Chakren geöffnet, aktiviert und in Harmonie gebracht. Die inneren Energieknoten beginnen sich aufzulösen. Am Ende befindet sich der Mensch in der Regel in tiefer Entspannung.

Da Zeit und Raum nicht wirklich existieren ist es auch möglich, über die Ferne heilende Energien zu schicken.

MIT DEM LICHTATEMPROZESS DIE TÜR ZUR SEELE ÖFFNEN

Eine weitere Möglichkeit, mit der eigenen Seele, mit dem höheren Selbst, mit dem „Atman“ in uns in Kontakt zu treten, ist der „Lichtatemprozess“. Bei dieser Technik wird intensives Atmen, ausgewählte Musik und Energieübertragung kombiniert. Die Basis dieser Technik sind die Erkenntnisse aus der Vipassana-Meditation, die schon Gautama Buddha vor 2500 Jahren praktizierte und mit der er in der Lage war, sein innerstes Sein wahrzunehmen und zu  beobachten. Wenn wir das Wahrgenommene nicht bewerten oder analysieren, können sich innere Blockaden für immer auflösen, so sagte es Gautama Buddha.

Obwohl die Methoden und Techniken von Heilern unterschiedlich sind, wird durch das Resonanzprinzip jeder Mensch den Heiler finden, der gut für ihn ist. Wer sich an einen Heiler wenden möchte, sollte auf sein Herz und seine innere Stimme hören und dann entscheiden, in wessen Hände er sich begibt.    

Über den Autor:

Rudy Alexander Daniel, ursprünglich als Lehrer und Bildungsreferent tätig, arbeitet seit über 25 Jahren als Energietherapeut, Heiler und Buchautor. 1990 beendete er seine Tätigkeit als Presse- und PR Referent der Deutschen Sportjugend und reiste mehrmals und für längere Zeit nach Südostasien, vor allem nach Indien. Während dieser Reisen machte er Erfahrungen mit Yogis und Meditationslehrern (Vipassana), die seinen westlich geprägten Verstand grundlegend durcheinander brachten und ihm neue Sichtweisen eröffneten.  www.relogos.de

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